Berlin gehört nach wie vor zu den attraktivsten Städten für Immobilien, wie der nachfolgende Artikel von Gerda Gericke aus der Immobilienzeitung 06/2012 zeigt:
Eldorado für Käufer
Berlin bleibt ein Eldorado für internationale Wohnungskäufer. Auch in diesem Jahr weisen die Miet- und Kaufpreise in beliebten Berliner Bezirken weiter deutlich nach oben. Das Interesse, Immobilien in der "Hauptstadt der kleinen Preise" zu kaufen, steigt. Zu dieser Einschätzung gelangen die Experten der Landesbausparkasse LBS Nord.
Begehrt seien auch 2012 vor allem Wohnungen innerhalb des S-Bahn-Rings, sagen die Fachleute der viertgrößten öffentlichrechtlichen Bausparkasse in Deutschland. In den Bezirken Mitte, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und in Teilen Kreuzbergs übersteige die Nachfrage das Angebot ganz erheblich. Mittlerweile zögen sich die begehrten Lagen bis in das östliche Wedding Richtung Reinickendorf hinein. Bei Neuvermietungen sei es keine Seltenheit, dass sich die Miete von 5 Euro/m2 auf 8 bis 10 Euro/m2 nahezu verdoppele.
Im "Dahlem des Ostens" sind kaum noch Wohnungen zu kriegen
Am gefragtesten seien Drei- bis Vierzimmerwohnungen mit 90 bis 120 m2 Wohnfläche. Auch Nordneukölln links und rechts der Sonnenallee befindet sich nach Angaben der LBS-Experten im Aufwind und wird sich 2012 überdurchschnittlich gut entwickeln.
Ferner liege Karlshorst - das "Dahlem des Ostens" - in der Gunst ganz oben. Als absolute Top-Lage mit Villen aus der Jahrhundertwende gilt den Researchern das Prinzen- und Rheinsteinviertel. Hier sei es fast unmöglich, ein Objekt zu bekommen. Auch im Westen der deutschen Hauptstadt, in Charlottenburg und Wilmersdorf, wird die Auswahl enger. Allerdings sei der Markt hier eher differenziert. "Nicht jede Kudamm-Seitenstraße ist gleichbedeutend mit einer Toplage", weiß Frank Speckmann, Regionaldirektor Berlin bei der LBS Nord. Leergefegt wiederum sei der Markt im Berliner Norden, in Frohnau, Heiligensee und Hermsdorf.
Randlagen, Platten und Häuser an Flugrouten verlieren Reiz
Weniger interessant finden Mieter und Käufer Randlagen zum Beispiel in Spandau oder Pankow, wo es recht viel Leerstand und Angebote zu moderaten Preisen gibt. Immer billiger wird es in den Plattenbausiedlungen wie Marzahn und Hellersdorf. Auch in Müggelheim und die durch den neuen Hauptstadtflughafen vom Lärm betroffenen Gebiete Rahnsdorf, Wilhelmshagen und Friedrichshagen verlieren ihren Reiz.
"Wenngleich die Baugenehmigungen in Berlin im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 48% gestiegen sind, so reicht das bei Weitem nicht, um den steigenden Bedarf zu decken", glaubt Speckmann. Berlin bleibt ein Eldorado für internationale Interessenten, da es im Vergleich zu anderen Metropolen immer noch preisgünstig ist. Vor allen Dingen Immobilienkäufer aus Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Russland hat Speckmann in der Stadt ausgemacht.
